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6 kostenlose Tools, die dich besser (sexy!) schreiben lassen

Hol dir einen runter, verdammt!

Ich mein das ernst. Sehr ernst sogar. Denn so ernst du auf den Bildschirm starrst, seit Stunden schon – obwohl da nichts kommt? Keine Wörter auf die Tasten spritzen, keine Einfälle, Ideen …

Sorg dafür, das es anderswo spritzt, und dein Text wird genauso spritzig, ich schwör.

Nur mach das nicht direkt an und auf und mit dem Keyboard, denn das schwör ich auch: Das hält das beste Keyboard nicht aus. Und du willst nicht die nächsten Stunden damit verbringen, es auszubauen, irgendwie trocken zu kriegen, zu entkleben, zu reinigen, statt zu schreiben.

Das macht dann keinen Spaß mehr, und hier im Artikel geht’s darum, den Spaß zurückzubringen.

Die Lust.

Die Lust am Schreiben, und die Lust beim Schreiben.

 

Tool Nr. 1 also:

Hol dir einen runter, verdammt.

Tool Nr. 2, auch eine Pause:

Tee.

Oder Kaffee.

Oder irgendwas anderes zum Trinken, wofür du kurz aufstehen musst, den Schreibtisch verlassen.

Ob du den Tee, den Kaffee, oder was auch immer dann trinkst, ist vollkommen egal. Es geht um den Akt: Du hängst fest, im und am Text – also enthäng dich!

Hau ab.

Verschwinde.

Lass den Text wie das bockige Kind auf dem Supermarktboden liegen (vor dem Süßigkeitenregal, weißt schon). Mach du solange was anderes.

Wenn dein Text nicht will, dann willst du halt auch nicht. Sei bockig zurück, sag: „Pah! Du kannst mich mal!“ – und zieh das dann durch.

Du wirst sehen: Sobald du mit dem Pausentee (Kaffee, was auch immer) in der Hand wieder zum Text kommst, will der plötzlich wieder! So ist das mit Texten manchmal.

Tool Nr. 3:

Genau, dein Text überhaupt: Wie ist der so drauf? Was denkt der so von sich? Lässt du ihn auch mal zu Wort kommen? Nicht, wenn er bockig ist – aber doch dann, wenn du grad nicht weiterweißt.

Dann ist es ganz nützlich, dass er auch mal was sagen darf.

Meist quatscht ja nur du Autorin, schaust von deiner Warte aus. Du willst was schreiben. Dir fällt nichts ein. Du denkst über das nächste Wort in deinem Buch nach.

Du, du, du, du. Immer nur, was du willst.

Und was will dein Text?

Lass den mal verantwortlich sein – das entspannt immens.

Was sagt dein Text also? Was will er denn so?

Und bevor du jetzt sagst: „Was is’n das für ’ne Eso-Kacke hier?“, probier’s mal. Hör deinem Text zu.
Das geht; ich schwör auch das.

Und zwar geht das so:

Hör erst mal dir selbst zu, wenn du so sitzt und schreibst: „Was schreib ich denn jetzt? Soll ich noch mal was über den Typ auf dem Sofa …? Nee, das ist blöd, das klingt doof, das lösch ich gleich wieder. Ach, verdammt, sonntags kann ich mich aber auch nie konzentrieren. Mir fällt einfach nichts ein. Ich–“

Stopp.

Mit all dem Gequatsche in deinem Kopf hörst du ja null, was da vielleicht Interessantes vom Papier hoch zu dir spricht. Und wenn du doch was hörst, weißt du nicht, wer/ was genau das nun ist:

Dein gewohntes „Das wird eh nichts“-Gespräch mit dir selbst?
Oder ein dezenter „Das wird nichts“-Hinweis vom Text?

Lern dich kennen, weiß, wie du mit dir selbst sprichst und umgehst. So weißt du auch, wenn das dann nicht deine Stimme in deinem Kopf ist. Sondern die vom Text. Und auf die hörst du dann.

Alles klar?

(Ende des esoterischen Blocks.-)

Tool Nr. 4:

Duschen.

Hätte vielleicht direkt nach Tipp 1 kommen sollen, aber egal. Duschen ist immer gut, auch wenn da nichts an dir abzuwaschen ist.

Es geht nicht um sauberer werden, oder den Unterarmmuff, den du vor lauter Stress über dein nichtfunktionierendes Buch entwickelt hast.

Es geht um …

(Na, denk doch mal mit! Wieso kommen die besten Ideen unter der Dusche?)

Ablenkung.

Profane Dinge erledigen.

Kälteschock, Wärmeschock, Wasserschock – etwas Körperliches!

Gedanken schweben lassen.

Und zack: schweben Gedanken zu dir.
Die, die du brauchtest.
Die, die eben grad im Bad waren, als du noch vorm Computer hocktest.

Tool Nr. 5, gleich hier mit reingeworfen:

Putzen.

Boah, echt? Und das soll sexy sein?

(Oh ja! Kennst du meine Kurzgeschichte „PRÜ.de“ auf meinem Buch „Die Welt, verbessert“? Wenn du die gelesen hast, weißt du: Putzen, oha. Oh ja. Ja, ja, ja, jaaaa!)

Also: Putz mal wieder. Effekt ist in etwa der gleiche wie beim Duschen:

Ersten wird was sauber.
Zweitens auch dein Hirn.

Du bist beim Putzen so schön abgelenkt von deinem Schreibproblem. Dein Hirn schaut jetzt auf Flecken entdecken und saubermachen, auf Staub im Sonnenlicht, der ganz gemein sich da niederlässt, wo du doch gerade geschrubbt hast, auf Ränder und Ecken und Kanten, die du hier jetzt zumindest echt schick machen kannst, wenn du du das schon in deinem Text nicht hinkriegst.

(Und kommt dir da gerade eine Idee, wie du’s doch im Text hinkriegst?)

Alternative zum Putzen: Meditieren und so.

Tool 6: Bewegen, so allgemein.

Du erinnerst dich? Kälteschock, Wärmeschock, etwas Körperliches aus Tool Nummer 4? Oder Tool Nummer 1?

Körperlichkeit.

Du sitzt da gebeugt am Computer, vielleicht recht rückenschonend, auf so einem ergonomischen Stuhl – aber doch bewegungslos. Steif, verkrampft.

So verkrampft wie auch deine Gedanken sind.
Da tut sich nichts.
Da regt sich nichts.

Wie war das mit dem Spruch, dass es echt dumm ist, immer dasselbe zu tun, aber ein anderes Ergebnis zu erwarten?

Weiter verkrampft sitzen – und in den nächsten 2 Stunden verkrampft ist dann doch irgendwie was anders als jetzt?

Weiter auf den Bildschirm starren – und da, wo jetzt der Kursor blinkt, starrst du einfach ein Wort hin?

Ich denk eher: Aufstehen. Bewegen.

Das ist noch ein Grund, warum auch Tool Nummer 2 gut funktioniert: Du verlässt die körperliche Position, in der dir jetzt echt schon lange keine guten Wörter und Sätze mehr eingefallen sind.

Wieso weiter so sitzen? Aufstehen und weg.

Weg!

Weg von dem, was nicht funktioniert.

Schau auch noch mal in Tool Nummer 3 rein, und kombiniere: Lerne dich kennen.

Würdest du jetzt vorm Schreiben flüchten, wenn du aufstehst, dich bewegst? Und noch etwas länger zu sitzen wäre doch das Richtige, um endlich ein Wort zu Papier zu bringen?
Oder ist es wirklich Zeit, eine Runde um den Block zu gehen? Zu duschen, zu masturbieren, Tee zu holen, Kaffee, Heißwasser, Kaltwasser, oder den Putzeimer?

Lerne dich kennen.

Und dann mach, was funktioniert.
Und weg von dem, was nicht funktioniert.

So einfach ist das eigentlich.

Bonustipp:

Alle Tools nicht zu lange anwenden, okay?

Wenn du den Rest des Tages mit deiner Dildosammlung verbringst, ist das zwar auch richtig geil, aber eigentlich wolltest du ja nur mal kurz, um dann wieder zu schreiben.

Ebenso Tee nicht nur kochen, sondern gleich zum Großeinkauf machen, weil diese eine Sorte grad aus ist; putzen von Dachboden bis unter unter unter den Keller; meditieren bis zumindest Erleuchtung … nee, nee. In diesem Umfang nicht angebracht.

Kurz nur, okay?

Und dann wieder ab ans Schreiben.

Mit Lust.

In Lust.

Über Lust.

Oder überhaupt nicht über Lust, aber doch etwas lustvoller nun.

Schreib dich sexy!

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Gern auch mal welche, wo es nicht nur um Masturbieren beim Schreiben geht. Dafür aber um Bestseller bis Mitternacht – den schenk ich dir gleich mit dazu!

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